Daniel Voith (l.) überreichte Bürgermeister Tibi die Urkunde des Landes zum Park.Raum.Dialog. Foto: Kurt Meier
Gemeinderat Elzach nahm Abschlussbericht zum „Park.Raum.Dialog“ zur Kenntnis
ELZACH
Elzach (mkt). Seit Frühjahr 2025 beteiligt sich Elzach am Landesprogramm „Park.Raum.Dialog“. Vergangenen Dienstag stellte Daniel Voith vom „Kompetenznetz Klima Mobil“ der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg den Abschlussbericht vor und kündigte gleichzeitig an, dass Elzach nun auch an der zweiten Stufe, dem „Park.Raum.Check“ teilnimmt. Die beginnt bereits morgen.
Elzach will das Parkraummanagement vorantreiben, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und den öffentlichen Raum für alle – und nicht nur für Autofahrer – nutzbar zu machen. Dabei liegt der Fokus zunächst auf der Kernstadt. Dafür hat man sich fachliche Hilfe geholt. Der „Park.Raum.Dialog“ gab die Möglichkeit für einen „Einstieg in eine strategische Parkraumpolitik unter Einbeziehung wichtiger Interessengruppen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik“, so Voith.
Auftakt war ein online-Fragebogen, in dem die „Ist-Situation“ beleuchtet wurde. Im Oktober und November 2025 fanden zwei Treffen statt. Änderungsmöglichkeiten wurden analysiert. Fazit: Elzach hat insgesamt nicht zu wenige Parkplätze, aber Probleme, die vorhandenen adäquat zu nutzen. Hierfür bedarf es eines ausgeklügelten Parkleitsystems. Die Experten empfehlen die „Ausarbeitung von passenden Bewirtschaftungsmaßnahmen im Umfeld der Innenstadt“.
Eine wichtige Lenkungsfunktion des Parkverkehrs sind Parkgebühren und begrenzte Parkzeiträume in den Kernstunden. Die Einführung von Parkscheinautomaten in der Innenstadt mit einer Parkgebühr von einem Euro je Stunde als Einstieg sei sinnvoll. Parallel dazu sollten auch Bewohnerparkscheine und Dauerparkscheine eingeführt werden. Wichtig wäre die Aktualisierung der vorhandenen Beschilderung, eine Vernetzung verschiedener Verkehrsmittel und die Aufwertung des Fahrrads als Verkehrsmittel vor allem in der Innenstadt.
Das alles sollte einhergehen mit einem verstärkten Kontrolldruck, baulichen Maßnahmen gegen Falschparker und dem Hinweis auf Rücksicht für schwächere Verkehrsteilnehmer. Die Umsetzung sollte stufenweise erfolgen und bedürfe einer breiten Kommunikation mit der Bevölkerung.
Bereits am morgigen Freitag werde ein erstes Treffen der Experten mit der Verwaltung zur 2. Stufe, dem „Park.Raum.Check“ stattfinden. Dem folgt eine detaillierte Bestandsaufnahme des vorhandenen Parkraums einschließlich deren Auslastung zu verschiedenen Zeiten durch ein Fachbüro.
Stufe 3 sieht „die Prüfung und Ausarbeitung lokaler passender Maßnahmen des Parkraummanagements einschließlich Abschlussbericht“ vor. Das alles wird dann wieder dem Gemeinderat vorgestellt, der letztendlich entscheidet. Laut Bürgermeister Tibi wird dies bis zum Jahresende 2026 geschehen. Die Umsetzung könnte dann 2027 erfolgen. Ob die Parkraumbewirtschaftung auch wirklich sinnvoll sei, werde sich erst im Laufe der Diskussionen erweisen. Dass gerade dies in der Bürgerschaft auf breite Skepsis stößt, wurde schon in der Bürgerfragestunde deutlich. Kritik wurde an dem Vorschlag zur Einführung von Parkgebühren gerade auch für Bewohner der Innenstadt geübt, da diese zumeist keine andere Möglichkeit hätten, als ihre Fahrzeuge auf öffentlichen Parkflächen abzustellen.
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